UV-Schutz zur Vorbeugung des Grauen Stars

23.05.2016 16:45

In fortschreitendem Alter nimmt bei fast allen Menschen die Sehkraft des Auges ab. Neben verschiedenen Augenerkrankungen ist der Graue Star die häufigste Ursache für das schlechtere Sehen. Beim Grauen Star, der medizinisch als Katarakt bezeichnet wird, handelt es sich um eine Linsentrübung des Auges, die bei rund 90% der Erkrankten als Alterskatarakt auftritt. Die Entwicklung der Linsentrübung am Auge kann zum einen durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus begünstigt werden, aber auch verschiedene Medikamente sind dafür bekannt, dass sie die Augenlinse schädigen können. Neben Begleiterkrankungen und Medikamenten hat helles Sonnenlicht auf Dauer einen sehr schlechten Einfluss auf die Sehkraft des menschlichen Auges, was auf die Einwirkung der UV-Strahlen zurückzuführen ist. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Augen vor der Sonne geschützt werden, wozu am Besten eine hochwertige Sonnenbrille mit UV-Schutz verwendet wird.

Sonnenbrillen zum Schutz vor UV-Licht

Wer sich ständig ungeschützt dem Sonnenlicht aussetzt, riskiert eine dauerhafte Schädigung seines Augenlichtes. Dabei ist es überhaupt nicht schwer, das Augenlicht vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Die Sonnenbrille filtert den schädigenden Anteil der UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht und schützt somit die Linse des Auges vor dem grauen Star. Bei einer Studie über den Grauen Star stellten Wissenschaftler fest, dass Hochseefischer, die ihrer Arbeit ohne Sonnenbrille nachgingen, dreimal so häufig einen Katarakt bekamen, als ihre Kollegen, die ihre Augen mit einer Sonnenbrille schützten.

Warum ist der Graue Star so gefürchtet?

Auch wenn der Graue Star völlig schmerzfrei verläuft, so ist die Augenerkrankungen dennoch äußerst unangenehm. Da der Katarakt sehr langsam und schleichend verläuft, werden die ersten Symptome in der Regel erst sehr spät bemerkt. Neben einem unscharfen Sehen kommt es zu einer vermehrten Lichtempfindlichkeit. Farben verlieren ihre Leuchtkraft, das Bild erscheint matt und nicht mehr so klar wie früher. Der Betroffene hat das Gefühl, einen nebligen Schleier vor Augen zu haben. Wird der Katarakt nicht operativ behandelt, kann es im weiteren Verlauf zur Erblindung kommen. Glücklicher Weise stellt die Katarakt OP in den westlichen Industrienationen kein sonderlich hohes gesundheitliches Risiko dar, allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 600.000 Patienten am Grauen Star operiert. Bei der Katarakt-Operation wird die trübe Augenlinse entfernt und durch eine Kunststofflinse ersetzt.

Woran erkennt man eine gute Sonnenbrille?

An erster Stelle sollte hier angemerkt werden, dass eine gute und hochwertige Sonnenbrille nicht ganz billig ist. Von einem vermeintlichen Schnäppchenkauf für ein paar Euro sollte man deshalb besser Abstand nehmen. Am Besten ist es, für den Kauf einer Sonnenbrille einen Optiker aufzusuchen. Sonnenbrillen verfügen über unterschiedliche Merkmale, die beachtet werden sollten. Die Stärke der Tönung hat keinerlei Auswirkungen auf den UV-Schutz der Sonnenbrille. Eine sehr dunkle Tönung hat zwar einen hohen Blendschutz, was aber nicht bedeuten muss, dass die Brille auch gut vor UV-Licht schützt. Der UV-Schutz wird durch die Bezeichnung „UV 400“ kenntlich gemacht, wobei hier alle schädigenden UV-A-, UV-B- und UV-C- Strahlen zu 100% aus dem Sonnenlicht herausgefiltert werden. Fehlsichtige können sich ihre Sonnenbrille selbstverständlich auch mit ihrer entsprechenden Gläserstärke beim Optiker anfertigen lassen. Beim Kauf der Sonnenbrille sollte man auch auf möglichst breite Bügel achten, die einen Schutz vor seitlich einfallendem Streulicht bieten. So sind die Augen rundherum geschützt. Träger von Kontaktlinsen profitieren zwar einerseits vom UV-Schutz der heutigen Kontaktlinsen, so dass sie sich um einen drohenden Grauen Star durch das UV-Licht keine Sorgen machen müssen. Allerdings ist das Tragen einer Sonnenbrille zusätzlich zu den Kontaktlinsen empfehlenswert, da sie aufgrund der Tönung einen Blendschutz vor dem hellen Sonnenlicht bieten. Bedenken sollte man grundsätzlich immer, dass UV-Strahlen nicht sichtbar sind. Auch an bedeckten Tagen mit wenig Sonne besteht für die Augen eine erhöhte Gefahr durch die schädlichen UV-Strahlen. Deshalb gilt es, auch an weniger sonnigen Tagen eine Sonnenbrille zu tragen. Für solche trüben Tage kann auf eine Sonnenbrille mit leichter Tönung zurückgegriffen werden, wobei dennoch auf die Kennzeichnung „UV 400“ geachtet werden sollte.


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