Heuschnupfen und Kontaktlinsen

14.03.2016 14:00

Kontaktlinsenträger, die unter Allergien leiden, klagen häufiger über Unverträglichkeiten mit ihren Kontaktlinsen als Nicht-Allergiker. Besonders im Frühjahr, wenn die Heuschnupfenzeit beginnt, werden die Kontaktlinsen häufig als Fremdkörper empfunden, da die Augen stark gereizt sind.

Grundsätzlich spricht aber auch bei Kontaktlinsenträgern mit Heuschnupfen nichts gegen das Tragen der Linsen, es sei denn die Symptome der Allergie verstärken sich durch das Tragen. Bei sehr starkem Juckreiz, Schwellungen der Augenlider oder stark tränenden Augen - was die typischen Symptome einer Pollenallergie sind - sollten Kontaktlinsen besser nicht eingesetzt werden. An Tagen mit besonders hohem Pollenflug ist es besser alternativ auf die Brille auszuweichen.

Weiche Kontaktlinsen sind für das allergische Auge besser geeignet als harte Kontaktlinsen, da weiche Linsen dünner sind, wodurch sich der Tragekomfort erhöht. Außerdem sind weiche Kontaktlinsen etwas größer als harte Linsen, so dass die Hornhaut des Auges besser abgedeckt wird. Kontaktlinsenträger, die von harten Kontaktlinsen auf weiche Linsen gewechselt haben, berichten häufig darüber, dass sie mit den neuen Linsen während der Pollenzeit besser zurecht kommen. Wer also starke Probleme während der Pollensaison hat, sollte es einmal mit weichen Kontaktlinsen versuchen. Vor dem Wechsel sollte allerdings unbedingt ein Augenarzt um Rat gefragt werden.

Während der Heuschnupfenzeit bilden auch Tageslinsen eine optimale Alternative, besonders dann, wenn die Linsen nur sporadisch und nicht regelmäßig getragen werden. Wegen der kurzen Tragezeit braucht man nicht zu befürchten, dass sich Ablagerungen auf den Linsen festsetzen. Wer dennoch seine bisherigen Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen weitertragen möchte, sollte unbedingt auf eine besonders sorgfältige Kontaktlinsenpflege achten. Da sich die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit bei allergischen Reaktionen verändert, kann es verstärkt zu Ablagerungen kommen, die zu Beschwerden führen. Auch Pollen können sich auf den Linsen absetzen, so dass das Auge schlechter mit Tränenflüssigkeit benetzt wird und es zu einem unangenehmen Tragegefühl kommen kann. Die Augen würden somit nur noch mehr gereizt werden, was zu starken Bindehautentzündungen des Auges führen kann. Spezialreiniger, die zusätzlich zur täglichen Intensivreinigung verwendet werden, entfernen auch hartnäckige Ablagerungen. In der Heuschnupfenzeit sollte auf eine Kontaktlinsenpflege mit Intensivreiniger und Spezialreiniger geachtet werden.

Wenn die Kontaktlinsen trotz Pollenallergie getragen werden, ist es ratsam, bei Juckreiz nicht am Auge zu reiben. Die Bindehaut des Auges wird durch das Reiben stark gereizt und die Linsen könnten beschädigt werden. Um die empfindlichen Augen im Freien vor Pollen zu schützen, sollte zusätzlich eine Sonnenbrille getragen werden. Wäsche sollte zur Pollenflugzeit besser nicht an der frischen Luft getrocknet werden, da sich die Pollen in den Materialien festsetzen und dem Allergiker zusätzlich Probleme bereiten können.

Die Haare sind bestenfalls am späten Abend zu waschen, um die Pollenkonzentration möglichst gering zu halten. Ganz wichtig für den allergischen Kontaktlinsenträger ist auch, bei Verwendung antiallergischer Augentropfen darauf zu achten, ob ausdrücklich in der Packungsbeilage erwähnt wird, dass die Augentropfen für Kontaktlinsenträger geeignet sind. Sind die Augentropfen nicht für Träger von Kontaktlinsen geeignet, kann die Substanz der Tropfen die Kontaktlinse verfärben oder Schäden am Material hervorrufen.


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