Der graue Star – Sehen und Behandlung

26.10.2015 13:00

Was ist der graue Star?

Kurz gesagt ist er eine Trübung der Augenlinse. Der graue Star wird auch als (die) Katarakt bezeichnet. Woher kommen denn diese Bezeichnungen? „Grauer Star“ heißt so, weil man in einem späteren Krankheitsverlauf eine graue Färbung hinter der Pupille erkennen kann. „Star“ hat hier nichts mit dem Vogel oder gar Filmstars zu tun, sondern kommt von „erstarren“ oder „starren“.

„Katarakt" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „Wasserfall“. Personen, die unter grauem Star leiden, sehen nämlich oft so, als würden sie hinter einem Wasserfall stehen.

Wie macht sich der graue Star bemerkbar?

Der graue Star tut nicht weh, macht sich aber durch eine verminderte Sehschärfe des Auges bemerkbar. Betroffene beklagen eine verschwommene Sicht, eingeschränktes räumliches Sehen, das Sehen von Doppelbildern und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Kontraste werden nicht mehr scharf wahrgenommen, so dass man eben wie durch einen Wasserfall sieht oder wie im  Artikelbild die verschwommenen Tulpen im Hintergrund.

 

Warum bekommt man einen grauen Star?

Es ist nicht ganz klar, warum man ihn bekommt. Selten kommt er bei Säuglingen vor, häufig im Alter. Schädigend auf die Augenlinse können verschiedene Faktoren einwirken: UV-Strahlung, Diabetes mellitus, gewisse Medikamente, Drogen, Rauchen, Traumata, sowie Strom- und Blitzschläge. Bei Personen, die im Beruf mit sehr heißen Materialien arbeiten, z.B. Glasbläser oder Hochofenarbeiter, ist der graue Star als Berufskrankheit anerkannt.

Was kann man dagegen tun?

Der graue Star wird in der Regel operativ behandelt. Dabei muss man sich keine Sorgen machen, denn diese Operation ist diejenige, die am häufigsten am Menschen durchgeführt wird. Eine Operation ist nicht zwingend erforderlich, jedoch für eine gute Sehleistung und damit ausreichende Lebensqualität unabdingbar. Neben einer Operation gibt es nämlich keine Behandlungsmethoden.

Die Operation

Durchgeführt wird die Operation bei örtlicher Betäubung, wobei oft ein Betäubungsmittel zugefügt wird, damit das Auge nicht mehr aktiv bewegt werden kann. Eine Vollnarkose wird selten angewendet. Bei der Operation an sich wird die getrübte und somit defekte Augenlinse entfernt und in der Regel durch eine Kunstlinse ersetzt.

Nach der Operation

Nach einer komplikationsfreien Operation haben viele Patienten den Eindruck Farben kräftiger und Dinge heller zu sehen. Je nach eingesetzter Kunstlinse sieht man entweder in der Nähe oder Ferne scharf. Wurde keine Kunstlinse eingesetzt, kann die Sehstärke mit Kontaktlinsen korrigiert werden.

Kontaktlinsen nach der Operation?

Da das Auge sich ohne die natürliche Augenlinse nicht mehr auf alle Entfernungen scharf einstellen kann. Ist eine Sehhilfe erforderlich. Meist für nahe Objekte, also zum Lesen. 4-6 Wochen nach der Operation kann man auch wieder normale Kontaktlinsen tragen, jedoch muss die Stärke nach dem Einsetzen einer Kunstlinse neu angepasst werden. Mehr Information zur Katarakt-Operation findet ihr hier und die Infos, auf die sich der Artikel größtenteils stützt, haben wir von dieser Seite hier entnommen.


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