Bildschirmarbeit

22.02.2016 13:00

Für Außenstehende sieht die Arbeit am Computer sehr entspannend aus, schließlich braucht man sich nicht großartig zu bewegen oder körperlich anzustrengen. Dabei ist Bildschirmarbeit durchaus sehr anstrengend und besonders ermüdend für die Augen.

Wenn man Kontaktlinsen bei der Computerarbeit trägt, sind die Auswirkungen meist noch schneller und gravierender zu spüren. Genau genommen bedeutet Bildschirmarbeit Schwerstarbeit für die Augen, denn das starre Blicken in lediglich eine Richtung gehört nicht gerade zu den natürlichen Aufgaben, die das Auge zu erfüllen hat.

Normalerweise werden die Augen durch Blickwechsel und durch das Sehen in unterschiedlichen Entfernungen ständig gefordert und geschult. Bei der Bildschirmarbeit fällt dieses Augentraining komplett weg. Angestrengte Blicke auf den Bildschirm sind an der Tagesordnung, wobei der Blick eher selten in eine andere Richtung geworfen wird. Wer täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm verbringt, kennt die Auswirkungen der Arbeit ganz genau. Die Augen können müde, trocken und gereizt sein und ein Blick in den Spiegel zeigt zusätzlich, dass die Augen gerötet sind. Kopfschmerzen und eine Lichtempfindlichkeit können ebenfalls hinzukommen und gemeinsam mit den typischen Verspannungen im Schulterbereich wird die Bildschirmarbeit für jeden Büroarbeiter zur Tortur. Diese beschriebenen Beschwerden verstärken sich meist durch das Tragen von Kontaktlinsen.

Warum ist die Bildschirmarbeit mit Kontaktlinsen noch anstrengender? Probleme, die beim Tragen der Kontaktlinsen bei der Bildschirmarbeit auftreten, entstehen nicht zwangsläufig durch die Linsen. Die Problematik liegt vielmehr darin, dass bei der Computerarbeit das Zwinkern und Blinzeln häufig einfach vergessen wird. Durch den Lidschlag werden die Augen feucht gehalten, da so die Tränenflüssigkeit auf ihnen verteilt wird. Ebenso übernimmt die Tränenflüssigkeit eine reinigende Wirkung, so dass Reizungen vermieden werden und kleine Fremdkörper direkt wieder aus dem Auge gespült werden. Am Monitor starren die meisten Anwender wie hypnotisiert auf den Bildschirm und blinzeln viel zu selten. Normalerweise zwinkert ein gesunder Mensch alle fünf Sekunden automatisch. Am Tag würde man somit rund 11.000 mal blinzeln. Studien haben ergeben, dass wir am Bildschirm bis zu fünfmal weniger zwinkern als es eigentlich nötig wäre. Auf diese Weise verstärkt sich das Problem durch die Trockenheit der Augen - besonders dann, wenn die Korrektur eines Sehfehlers mit Kontaktlinsen erfolgt. Durch die zu geringe Anzahl der Lidschläge trocknet die Oberfläche der Kontaktlinsen, was zu gereizten und trockenen Augen führt. Für einen hohen Tragekomfort mit harten oder weichen Kontaktlinsen am Bildschirm könnt ihr selber sorgen, indem ihr einfach ein Augentraining durchführt und darauf achtet, dass ihr häufig blinzelt und so eure Augen mit Tränenflüssigkeit benetzt. Sehr hilfreich ist es auch, wenn ihr kleine Denkpausen dazu nutzt, euren Blick in die Ferne schweifen zu lassen, so dass eure Augen nicht laufend punktgenau auf den Bildschirm gerichtet werden. Somit müssen sich eure Augen auf unterschiedliche Entfernungen einstellen, was ebenfalls sehr entspannend wirkt.

Treten trotz des vermehrten Zwinkerns bei Kontaktlinsenträgern trockene Augen auf, so kann zum zusätzlichen Befeuchten der Augen auf Nachbenetzungstropfen zurückgegriffen werden. Auch kann ein Besuch beim Augenarzt Abhilfe schaffen. Vielleicht lohnt es sich in eurem Fall einmal neue Kontaktlinsen auszuprobieren. Wenn das Problem der müden und trockenen Augen trotzdem nicht in den Griff zu bekommen ist, kann das vorübergehende Tragen einer Brille Abhilfe schaffen. Dies wäre der letzte Schritt zur Vermeidung trockener Augen. Doch bevor ihr Augenentzündungen riskiert, solltet ihr am Bildschirm besser eine Brille anstatt Kontaktlinsen tragen. Mit etwas Glück könnt ihr schon bald wieder eure Linsen tragen.


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