Kontaktlinsen - Die Erfindung der Kontaktlinse

20.01.2016 09:00

Die Kontaktlinse hat einst das Leben unzähliger Menschen mit Sehschwäche immens erleichtert und tut es bis heute. Im Gegensatz zur Brille ist die Kontaktlinse praktisch völlig unsichtbar. Eine Brille kann das gesamte Erscheinungsbild einer Person verändern. Dies mag in einigen Fällen durchaus erwünscht sein, und nicht wenige Brillenträger betrachten ihre Brille als ein persönliches Accessoire, das zu ihrem individuellen Stil passt. Die Unsichtbarkeit einer Kontaktlinse kommt vor allem denjenigen zugute, welche offensichtlich nicht mit einem so genannten "Brillengesicht" gesegnet sind.

Die Vorteile der Kontaktlinse

Ganz abgesehen davon, dass sich viele Brillenträger aus ästhetischen Gründen für die Kontaktlinse entscheiden, bringt diese einstmals revolutionäre Erfindung einige weitere Vorteile mit sich. Zunächst beeinträchtigen Kontaktlinsen im Gegensatz zur Brille in keinster Weise das Sichtfeld des Trägers. Als besonders nützlich erweist sich die Kontaktlinse bei den unterschiedlichsten Hobbys und Freizeitaktivitäten wie Sport, Wandern oder Schwimmen, da sie weder die Bewegungsfreiheit der entsprechenden Person beeinflusst, noch durch Wasserdampf oder Temperaturunterschiede beschlagen werden kann. Einige Arten von Kontaktlinsen ermöglichen sogar den Besuch einer Sauna oder Dampfsauna. Des Weiteren können Kontaktlinsen den gesamten Sehbereich schärfer wiedergeben, als dies beim Tragen einer Brille möglich ist, die im Gegensatz zur direkt auf der Netzhaut aufliegenden Kontaktlinse je nach Sehschwäche die räumliche Umgebung leicht verkleinert oder vergrößert abbildet. Selbst bei sehr speziellen Sehfehlern, wie beispielsweise einer Hornhautverkrümmung, kann die Kontaktlinse Defizite sehr gut ausgleichen. Und nicht zuletzt kann ein Kontaktlinsenträger bei schönem Wetter jede beliebige Sonnenbrille aufsetzen, während Brillenträger auf oft verhältnismäßig teure spezialangefertigte Sonnenbrillen in ihrer individuellen Sehstärke zurückgreifen müssen.

Kleine Geschichte der Kontaktlinse

Woher kam also die Kontaktlinse? In der Geschichte der wissenschaftlichen Erforschung der Funktionsvorgänge des menschlichen Auges und der Wissenschaft der Optik zeugen Schriften aus dem Jahre 1508 von den ersten Ideen einer entsprechenden Sehhilfe. Besagte Manuskripte stammen von keinem geringeren als dem wohl berühmtesten Forscher, Wissenschaftler und Künstler der europäischen Geschichte, Leonardo Da Vinci. Über hundert Jahre später verfolgt René Descartes die Idee, mit Wasser befüllte Glaskolben direkt auf das Auge zu setzen, um eine Sehschwäche zu korrigieren. Anfang des 19. Jahrhunderts schließlich forschte John Herschel an einer Vorrichtung in Form einer rund gewölbten mit Tier-Gelee gefüllten Kapsel, die ebenfalls direkt auf das Auge gesetzt werden sollte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen zwei namhafte Erfinder ihre Konzepte und Ideen einer Sehhilfe in Form einer Kontaktlinse erstmals in die Praxis umzusetzen.

Die Geburtshelfer der Kontaktlinse

Dabei waren die ersten Versuche zunächst von nur sehr kurzweiligen Erfolgen gekrönt. Der deutsche Student August Müller litt selbst an einer massiven Sehschwäche von minus 14 Dioptrien. Im Zuge seiner Doktorarbeit forschte er nach einer Alternative zu seiner dicken und schweren Brille. Die erste Linse, die Müller auf sein eigenes Auge setzte, bestand aus Glas und hatte einen Durchmesser von etwa 20 Millimetern. Das Einsetzen dieser Linse war so schmerzhaft, dass das Auge zunächst mit Kokain betäubt werden musste und die Linse nicht länger als eine halbe Stunde getragen werden konnte. Das Ergebnis war allerdings erfolgreich: Die Sehschwäche wurde nahezu perfekt korrigiert und die Gegenstände wirkten schärfer und größer als durch die Sicht durch eine Brille. Von der Idee einer unsichtbaren Sehhilfe waren von nun ab mehrere Forscher gleichsam fasziniert und angetrieben. Bereits seit 1920 wurden dementsprechende Sehhilfen aus Glas von der Firma Carl Zeiss in Serie hergestellt. Eine weitere große Innovation hinsichtlich dieser Entwicklung schuf der in Kiel wohnhafte Erfinder Heinrich Wöhlk, der erstmals Kontaktlinsen aus Kunststoff herstellte und in zahlreichen Selbstversuchen weiterentwickelte und optimierte. Schließlich war es Wöhlk möglich eine Kontaktlinse auf den Markt zu bringen, die mit einem Durchmesser von etwa 9 Millimetern deutlich kleiner und durch ihre spezielle Bearbeitung wesentlich bequemer zu tragen war als ihre Vorgänger. Wenig später eröffnete Wöhlk ein lukratives Geschäft für Kontaktlinsen und erhielt im Jahre 1978 für seine Erfindungen und Innovationen das Bundesverdienstkreuz. Bis heute vertreibt seine Firma weltweit Kontaktlinsen.

Die Kontaktlinse heute

Seitdem ist die Zahl der Kontaktlinsenträger Jahr für Jahr angestiegen. Inzwischen tragen etwa 3,5 Millionen Deutsche Kontaktlinsen. Weltweit werden die unterschiedlichsten Exemplare und Anfertigungen angeboten. Dabei gibt es inzwischen eine schier undenkbar große Produktpalette, wie beispielsweise auf der Seite www.preisvergleich.de ersichtlich wird. Bestpricelens hat sich zur Aufgabe gemacht, gute und günstige Kontaktlinsen übersichtlich und kundenfreundlich in jeweiligen Rubriken zu präsentieren. So findet ihr auf unserer Seite alle entsprechenden Produkte in Kategorien wie Tages-, Wochen- und Monatslinsen, torische und multifokale Linsen, farbige Kontaktlinsen, Augentropfen, Kontaktlinsen-Pflegemittel und Kontaktlinsen-Zubehör geordnet. Ebenso könnt ihr eure Wunsch-Kontaktlinse über die Auswahl einer bestimmten Marke oder eines bestimmtes Herstellers finden. Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern und fündig werden...


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