Herstellung von Kontaktlinsen

29.09.2015 16:30

Ihr kennt bestimmt die Namen der Hersteller eurer Lieblingskontaktlinsen, z.B. CooperVision, Alcon, CibaVision, Johnson&Johnson oder Bausch + Lomb. Natürlich gibt es neben diesen großen Unternehmen auch kleine Unternehmen, die Kontaktlinsen herstellen. Wie werden Kontaktlinsen heute aber hergestellt?

Während Kontaktlinsen (als sie noch Haftschalen hießen) früher aus Glas waren, bestehen sie heute größtenteils aus Kunststoff. Die Hersteller müssen aber bestimmte Normen einhalten - nicht zuletzt weil Kontaktlinsen Arzneimittel sind - und müssen das Material erst genehmigen lassen.

Jetzt aber zur eigentlichen Frage: Wie werden Kontaktlinsen hergestellt?

Hier gibt es gewöhnlich drei Verfahren: Der Formguss, das Schleuderguss-Verfahren und das Drehverfahren.

  • Beim Formguss muss - wie der Name schon sagt - zunächst etwas vorliegen, das man gießen kann, d.h. der Kunststoff muss flüssig sein. Dieser flüssige Kunststoff wird in eine Form gegeben und dann durch den Druck der Form und die geeignete Temperatur in die richtige Kontaktlinsenform "gegossen".

  • Beim Schleuderguss-Verfahren wird der flüssige Kunststoff in eine geschleuderte oder rotierende Form gegeben. Durch das Schleudern verteilt sich der Kunststoff wie gewünscht in der Form. Die Geschwindigkeit der Rotation bestimmt die Form der Rückfläche der Kontaktlinse, während die Vorderfläche bereits durch die Form gebildet wird. Um den Kunststoff auszuhärten, macht man von UV-Strahlung Gebrauch.

  • Beim Drehverfahren macht man von Rohlingen Gebrauch, die an eine rotierende Halterung angebracht werden und dann mithilfe von Werkzeug bearbeitet und poliert werden. Es ist die aufwändigste Herstellungsart, aber sie ermöglicht auch die Anfertigung von Sonderlinsen.

 


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