Sonnenbrillen mit UV-Schutz

08.07.2016 16:30

Sonnenbrillen sind in und gehören als modisches Accessoire einfach in jede Garderobe. Das Aussehen der Sonnenbrille sollte jedoch keinesfalls ausschlaggebend beim Kauf des Sonnenschutzes sein. Weitaus wichtiger ist es, auf die Qualität der Brille zu achten und vor allem den UV-Schutz nicht außer Acht zu lassen. In der Regel ist kaum bekannt, aus welchem Grund der UV-Schutz für die Augen so wichtig ist und warum billige Sonnenbrillen für das Auge sogar gefährlich sein können.

Schädigung der Augen durch UV-Strahlung

Die intensive UV-Strahlung der Sonne ist nicht nur für die ungeschützte Haut gefährlich, sie schadet auch den Augen, insbesondere der Augenlinse und der Netzhaut und kann folgenschwere Auswirkungen auf die Sehleistung haben. Durch die UV-A-Strahlen erhöht sich das Risiko, im Laufe der Jahre eine Linsentrübung, auch als Katarakt oder grauer Star bezeichnet, zu entwickeln. Durch Schäden der Netzhaut des Auges kann es zu einer Makuladegeneration kommen, wobei Netzhautzellen absterben, was einen schweren Verlust der Sehleistung zur Folge hat. Der UV-Schutz von Sonnenbrillen wird mit dem Vermerk „UV 400“ gekennzeichnet, hierzu kommen wir gleich noch einmal.

Finger weg von Billig-Sonnenbrillen!

Eines schon ein einmal vorweg: Ist die Rede von Billig-Sonnenbrillen, sind keine Sonderangebote von Modellen gemeint, die im Preis reduziert wurden. Zu den Billig-Sonnenbrillen muss man auch nicht zwangsläufig Sonnenbrillen aus dem Kaufhaus rechnen, denn auch dort gibt es durchaus hochwertige Sonnenbrillen. Vielmehr sind Sonnenbrillen gemeint, die für etwa 5-10 Euro als Supperschnäppchen angeboten werden. Die Sonnenbrille - schnell ist sie gekauft. Ob als Mitbringsel aus dem Urlaub, auf dem Straßenmarkt oder beim Chinesen um die Ecke. Für wenig Geld kann man alle erdenklichen Modelle finden, die oft auch als Designer-Brille angepriesen werden und gut aussehen. Doch Vorsicht! Besonders im Ausland ist die Gefahr groß, dass man versucht, euch ein Plagiat unterzujubeln. An einem solchen Billig-Modell werdet ihr keine lange Freude haben und euren Augen tut ihr ganz sicher keinen Gefallen.

Die Tönung ist kein Indikator für hohe Qualität

Häufig wird angenommen, dass eine sehr dunkle Tönung gleichzeitig auch für einen besseren UV-Schutz sorgt. Schließlich sind die Augen ja durch die dunklen Gläser geschützt. Doch dem ist nicht so! Die Tönung der Brille hat weder einen Einfluss auf den Schutz vor gefährlichen UV-Strahlen, noch ist sie ein Indikator für die hohe Qualität einer Sonnenbrille. Ganz im Gegenteil, eine minderwertige Sonnenbrille mit dunkler Tönung kann den Augen noch mehr schaden, als wenn man auf das Tragen einer Sonnenbrille ganz verzichtet. Werden die Augen durch eine dunkle Tönung geschützt, öffnen sich die Pupillen sehr weit. Der Träger der Sonnenbrille fühlt sich nicht mehr geblendet, wodurch das Zusammenkneifen und vermehrte Blinzeln entfallen. Die UV-Strahlen können so ungehindert ins Auge gelangen.

Worauf achten beim Sonnenbrillenkauf?

Von Billig-Sonnenbrillen aus dem Ausland, Flohmarkt oder aus einem „Billig-Laden“, sollte man grundsätzlich Abstand nehmen. Kauft eure Sonnenbrille am Besten in einem Fachgeschäft vor Ort oder in einem Online Shop. Hier habt ihr die Gewähr, dass die Sonnenbrille über die Kennzeichnung „UV 400“ und das CE-Zeichen verfügt. Leider ist die UV 400-Kennzeichnung nicht standardisiert, so dass sie nicht als Qualitätsindikator angesehen werden kann. Finger weg von Billig-Sonnenbrillen, die eine solche UV 400-Kennzeichnung aufweisen. Durch das CE-Zeichen wiederum garantiert der Hersteller zumindest, dass die Sonnenbrille die Sicherheitsanforderungen der europäischen Richtlinien erfüllt. Wenn ihr ganz sicher sein wollt, ob ihr eine hochwertige Sonnenbrille gekauft habt, die über einen ausreichenden UV-Schutz verfügt, könnt ihr bei eurem Optiker nachfragen, ob dieser mit einem speziellen Strahlungsmessgerät den UV-Schutz überprüfen kann.


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