Schwangerschaft

29.11.2011 14:15

Eine Schwangerschaft bedeutet für den Körper einer Frau eine absolute Ausnahmesituation, die sich auch auf die Augen und die Sehleistung auswirken kann. Die hormonelle Umstellung sorgt nicht nur für die typischen Beschwerden während der Schwangerschaft, sie kann schwangeren Frauen auch Probleme mit den Augen und den Kontaktlinsen bescheren. Doch keine Sorge, wenn Sie selbst betroffen sind, können Sie sich darauf einstellen, dass die Beschwerden bereits kurz nach der Geburt Ihres Kindes, wenn sich Ihr Hormonhaushalt wieder normalisiert, verschwinden.

Ob es zu Problemen mit den Augen während der Schwangerschaft kommt oder nicht, kann man nicht im Voraus sagen, da kein Körper wie der andere ist und nicht jede Frau über die gleichen Schwangerschaftsbeschwerden klagt. Jede Schwangerschaft verläuft anders, das wird jede Frau bestätigen, die mehrere Kinder geboren hat.

 

Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft
Die Hormone beeinflussen den ganzen Körper inklusive aller Organe. Somit sind auch die Augen betroffen, wenn es um hormonelle Veränderungen geht. Durch den veränderten Hormonhaushalt kann es zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommen. Hierdurch können sich gleich mehrere Probleme mit den Augen einstellen, die sich besonders störend auswirken, wenn Kontaktlinsen getragen werden.

Die Wassereinlagerungen können dazu führen, dass die Augenlider geschwollen sind und sich die Auge müde fühlen. Bereits durch eine leichte Schwellung kann es passieren, dass die Kontaktlinsen nicht mehr richtig auf der Hornhaut liegen und sich wie ein Fremdkörper anfühlen. Es stellt sich ein Gefühl ein, als würden sich die Kontaktlinsen laufend verschieben. Ebenso kann es während der Schwangerschaft zu empfindlichen, trockenen Augen kommen, was auf eine veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit zurückzuführen ist.

 

Veränderungen der Sehleistung während der Schwangerschaft
Wie bereits erwähnt, kann eine Schwangerschaft gleich zu mehreren Problemen mit den Augen führen. Die durch die Hormonschwankungen bedingten Wassereinlagerungen können sich auf die Hornhaut des Auges auswirken, so dass es zu einer Veränderung der Sehleistung kommen kann. Hierbei kann es zu einer Verschlechterung der Sehleistung von bis zu einer halben Dioptrie kommen. Die Veränderung der Sehschärfe tritt besonders gehäuft im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Während dieser Zeit berichten viele schwangere Frauen, dass sie zusätzlich unter einer erhöhten Blendempfindlichkeit leiden.

 

Was kann gegen Augenprobleme während der Schwangerschaft unternommen werden?
Die Ursachen der Augenprobleme und der Probleme mit den Kontaktlinsen können natürlich nicht behoben werden. Durch einige Maßnahmen kann man lediglich dafür sorgen, dass sich die Beschwerden im Rahmen halten. Hierzu gehört beispielsweise, dass die Tragedauer der Kontaktlinsen verkürzt werden sollte, sobald der hohe Tragekomfort nicht mehr gegeben ist. Da die Beschwerden häufig am Abend auftreten, sollte während dieser Zeit besser auf das Tragen der Kontaktlinsen verzichtet werden und alternativ auf die Brille zurückgegriffen werden.

Gegen die Veränderung der Sehleistung kann während der Schwangerschaft nichts unternommen werden. Es würde sich nicht lohnen, die Stärke der Kontaktlinsen oder der Brille anzupassen, da es aufgrund des veränderten Hormonhaushaltes zu ständigen Veränderungen kommen kann, so dass eine optimale Sehleistung nicht erreicht werden kann.

Kommt es zu empfindlichen und trockenen Augen, ist es ratsam, die Tragedauer ebenfalls zu verkürzen und auf Tränenersatzmittel, den so genannten Benetzungstropfen, zurückzugreifen. Benetzungstropfen können während der Schwangerschaft bedenkenlos angewendet werden und haben keinen negativen Einfluss auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Kindes. Auch wenn sich die Beschwerden etwas nachteilig auf das Wohlbefinden auswirken, so sollte man einfach ein wenig Geduld haben, denn sobald das hormonelle Gleichgewicht nach der Geburt wieder hergestellt ist, verschwinden die Augenprobleme ganz von allein und Sie können ohne Probleme Ihre Kontaktlinsen wieder tragen.


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