Risiko bei der Augenlaser-OP

20.05.2016 15:45

Jedes Jahr lassen sich rund 100.000 Deutsche die Augen lasern, um dauerhaft auf Brille und Kontaktlinsen verzichten zu können. Da die Kosten von den Krankenversicherungen bei fast 100% der Versicherten nicht übernommen werden, überlegen sich viele Fehlsichtige zur Augenlaser-OP ins Ausland zu reisen, wo für den Eingriff weitaus weniger Geld auf den Tisch gelegt werden muss. Bei Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit ist die Verlockung natürlich groß, wenn die Aussicht besteht, auf die Korrektur durch Brille oder Kontaktlinsen, zu verzichten. Das Risiko, das der Eingriff am Auge birgt, wird jedoch sehr gerne verschwiegen und das Augenlasern wird häufig als kleiner, harmloser Eingriff betrachtet. Dass es sich beim Augenlaser-Eingriff tatsächlich um eine Operation handelt und es, wie bei jeder anderen Operation auch, zu Komplikationen kommen kann, bedenken viele Patienten nicht.

Lasik-OP: Risiko beim Augen lasern

Die so genannte Lasik-OP ist die momentan gängigste Methode der Augenlaser-OP. Hierbei wird ein Scheibchen der Hornhaut eingeschnitten, hochgeklappt und Teile der darunter liegenden Hornhaut werden weggelasert. Da das Auge während dieses Eingriffs offen liegt, können Keime unter die Hornhaut gelangen und dort Entzündungen auslösen, die zu Wundheilungsstörungen führen können. Die Entzündung selbst kann in der Regel rechtzeitig mit Medikamenten therapiert werden. Es kann nach der Augenlaser-OP jedoch dazu kommen, dass obere Hornhautschichten unter dem eingeschnittenen Hornhautdeckel einwachsen, wodurch ein weiterer operativer Eingriff nötig werden würde. Neben diesem direkten Risiko durch die Augenlaser Behandlung, birgt die OP jedoch auch Risiken, die dauerhaft bestehen bleiben und für den Patienten durchaus unangenehm und störend sein können.

Dauerhafte Folgen aufgrund einer Augenlaser-OP

Nicht selten klagen Patienten, die sich einer Augenlaser-OP unterzogen haben, nach der OP über ein eingeschränktes Dämmerungs- und Nachtsehen. Lichterscheinungen wie Lichthöfe und Schattenbilder werden als störend empfunden und können dauerhaft bestehen bleiben. Ebenso berichten zahlreiche Operierte, dass sie Kontraste weniger stark erkennen können, als es vor der Operation der Fall war. Sehr ernst zu nehmen ist auch das Risiko, das aufgrund des Abtragens der Hornhaut entsteht. Dadurch wird die Struktur der Hornhaut geschwächt und es kann zu einer Aufweichung der Hornhaut kommen. Aufgrund des schwankenden Augeninnendrucks kann sich dies ungünstig auf die Sehleistung auswirken. Nicht selten kommt es vor, dass sich die Sehschärfe der operierten Patienten binnen weniger Minuten ständig ändert. Oftmals kommt nur noch eine Hornhauttransplantation in Frage, um diese Störung zu beheben.

Trockene Augen als Folge der Augenlaser-OP

Ebenso kann es nach der Augenlaser-OP zu einer vermehrten Augentrockenheit kommen, was äußerst unangenehm für die Patienten ist. Jeder Kontaktlinsenträger hat manchmal trockene Augen und muss die Tränenflüssigkeit vorübergehend mit Tränenersatzmitteln ersetzen. Nach dem Augenlasern kann es dauerhaft zu trockenen Augen kommen. Studien belegen, dass mindestens 20% aller Operierten unter diesem Beschwerdebild leiden. Trockene Augen äußern sich durch ein Fremdkörpergefühl, Sandgefühl sowie durch brennende und gerötete Augen.

Spätfolgen durch die Augenlaser-OP unkalkulierbar

Die Augenlaser-OP Lasik wird erst seit rund 15 Jahren durchgeführt, weshalb Experten bislang das Risiko der Spätfolgen nicht kalkulieren können. Welche Folgen eine Augenlaser-OP bei operierten Patienten in fortgeschrittenem Alter haben kann, ist deshalb nicht zu klären. Fraglich ist, warum die Augenlaser-OP bislang als harmloser Eingriff dargestellt wird, der angeblich kaum ein Risiko birgt. Letztendlich weiß niemand, mit welchen Folgen im Alter gerechnet werden muss. Bevor man sich nun für das Augenlasern entscheidet, sollte man sich besser genau überlegen, ob man dieses Risiko in Kauf nehmen will oder zukünftig lieber weiter die Sehleistung mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert.


Passende Artikel

  • OPTIVE®

    OPTIVE ®  Augentropfen beinhalten eine einzigartige Formel, die die Augenoberfläche sowohl benetzt als auch zusätzlich durch einen als Osmoprotektion bezeichneten Prozess die Gesundheit der gesamten okulären Oberfläche verbessert. Infolgedessen muss OPTIVE ® oftmals weniger häufig verabreicht werden als herkömmliche Tränenersatzmittel. Darüber hinaus eignen sich OPTIVE ® Augentropfen bei allen Formen des Trockenen Auges....

    ab 9,90 €*

    Inhalt: 10 Milliliter (0,99 € * / 1 Milliliter)

  • Systane® ULTRA

    Systane® ULTRA – die intelligente Benetzung Die Vorteile von Systane® ULTRA: Erneuert die Muzin- und wässrige Schicht des Tränenfilms Bietet lang anhaltende Befeuchtung und Schutz der Augenoberfläche Verlängert das Wohlbefinden von Menschen mit trockenen Augen im Alltagsleben Reduziert erheblich die Hornhaut-Stippen Auch für Kontaktlinsenträger geeignet

    9,90 €*

    Inhalt: 10 Milliliter (0,99 € * / 1 Milliliter)

  • CELLUFRESH®

    Kontaktlinsen-Benetzungstropfen von Allergan zur Befeuchtung und Erfrischung Für weiche und harte Kontaktlinsen Zur Benetzung und Nachbenetzung Haltbarkeit: 60 Tage nach dem Öffnen der Flasche Verwenden Sie die Tropfen nach Bedarf während des Kontaktlinsentragens. Sie lindern schnell und anhaltend unangenehme Reizerscheinungen.

    5,00 €*

    Inhalt: 10 Milliliter (0,50 € * / 1 Milliliter)

Kommentar schreiben
Captcha

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.