Kontaktlinsen bei Heuschnupfen

13.04.2016 18:30

Wenn der Frühling wieder den Winter ablöst,  freuen sich die meisten Deutschen auf die wärmeren Temperaturen und vor allem darauf, die Freizeit wieder an der frischen Luft verbringen zu können. Aber längst nicht jeder kann sich über den Frühling freuen, denn die Zahl der Pollenallergiker ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Kontaktlinsenträger mit Heuschnupfen haben aufgrund ihrer Pollenallergie meist noch mehr zu leiden als jeder andere Allergiker.

Für viele Pollenallergiker beginnt das Übel oft noch in den Wintermonaten im Januar oder Februar, wenn die Frühblüher anfangen, ihre allergieauslösenden Pollen zu verteilen. Zu den Frühblühern gehören beispielsweise Erle, Hasel, Ulme und Weide, die laut Pollenflugkalender bereits im Januar und Februar beginnen zu blühen. Etwas später beginnen dann zahlreiche andere Bäume, aber auch Gräser und im Sommer dann zusätzlich verschiedene Getreidesorten. Insgesamt eine Zeit, die für die meisten Allergiker mit großen Problemen einhergeht. Kontaktlinsen und Heuschnupfen sind eine Kombination, die zwar schwierig, aber möglich ist. Die Probleme mit den Linsen treten besonders dann auf, wenn die winzigen Pollen mit der Tränenflüssigkeit unter die Kontaktlinse geraten. Die Augen beginnen zu jucken, zu brennen und zu tränen.

Wenn diese Beschwerden auftreten, sollte man eines tunlichst vermeiden: das Reiben an den Augen! Durch das Reiben können sich die Beschwerden verstärken und viel schlimmer ist, dass das Reiben winzige Schäden an der Hornhaut verursachen kann. Wer Probleme mit Kontaktlinsen durch Heuschnupfen hat, sollte an erster Stelle einen Augenarzt aufsuchen, um sich die passenden Allergiemedikamente verordnen zu lassen.

Finger weg von der Selbstmedikation, denn viele Kontaktlinsen sind sehr empfindlich und vertragen sich nicht mit jedem Medikament. Gleiches gilt auch für antiallergische Augentropfen, denn es gibt Augentropfen, die nicht für Kontaktlinsenträger geeignet sind. Verschiedene Inhaltsstoffe können sich auf den Kontaktlinsen absetzen und lassen sich auch durch eine intensive Reinigung der Linsen mit einem Kontaktlinsenpflegemittel nicht entfernen.

Bei sehr hartnäckigen allergischen Beschwerden kann es sinnvoll sein, während der Pollenflugzeit auf Tageslinsen auszuweichen. Ebenso lohnt es sich, die Augen zusätzlich durch eine Sonnenbrille zu schützen, um einen Teil der Pollen vom Auge fern zu halten. Außerdem sollte man sich vor dem Schlafen gehen die Haare waschen, um keine Pollen auf dem Kopfkissen zu verteilen. Somit wird dieser Kreislauf am Ende des Tages unterbrochen. Wer keine Tageslinsen trägt, sollte unbedingt auf eine sehr intensive Kontaktlinsenpflege und Kontaktlinsenreinigung achten, so dass möglichst keine Ablagerungen entstehen. Verwendet am besten Kontaktlinsen-Pflegemittel für empfindliche Augen und spült die Kontaktlinsen im Laufe des Tages noch einmal mit Kochsalzlösung ab, um mögliche Pollen zu entfernen.

Wenn die Beschwerden zu ausgeprägt sind und das Tragen der Linsen nur noch eine Qual ist, ist es ratsam, während der Pollen-Hochsaison auf das Tragen der Kontaktlinsen zu verzichten und während dieser Zeit besser auf eine Brille auszuweichen. Es lohnt sich auch die Pollenflugvorhersage anzusehen, um mögliche Vorkehrung bereits im Vorfeld zu planen. Ganz wichtig aber: Geht zum Augenarzt und lasst euch die Medikamente verordnen, die auch mit euren Kontaktlinsen harmonieren. Vielleicht könnt ihr euch ja trotz der Pollenallergie am Frühling und Sommer erfreuen. Wir wünschen es euch :)


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