Konservierungsmittel in Augentropfen

11.01.2016 07:00

Augentropfen verfügen über eine begrenzte Haltbarkeit, besonders dann, wenn die Tropfen bereits angebrochen wurden. Um die Haltbarkeit zu verlängern, enthalten die meisten Augentropfen Konservierungsmittel, die jedoch häufig Allergien bei Menschen mit empfindlichen Augen hervorrufen.

Warum enthalten Augentropfen Konservierungsmittel?

Augentropfen enthalten ebenso wie Nasentropfen in der Regel Konservierungsstoffe, um die Inhaltsstoffe länger haltbar zu machen. Da die Pipette der Flasche leicht mit der Augenschleimhaut in Berührung kommt, geraten Keime und Bakterien mit den Augentropfen in Kontakt. Bei Augentropfen ohne Konservierungsmittel würde die Gefahr bestehen, dass sich diese Keime in der Flasche vermehren und bei den nächsten Anwendungen auf die Schleimhaut zurückübertragen werden. Somit würde von den Augentropfen ein großes Infektionsrisiko ausgehen. Bei konservierten Augentropfen besteht dieses Risiko nicht. Problematisch ist allerdings, dass die üblichen Konservierungsmittel, wie Benzalkoniumchlorid, Chlorhexidin und Thiomersal, häufig Allergien auslösen und für Menschen mit empfindlichen Augen wenig geeignet sind. Auch in Pflegemitteln für Kontaktlinsen finden sich häufig diese Konservierungsmittel, was ein ebenso großes Problem für den Kontaktlinsenträger darstellt. Eine Allergie auf Konservierungsmittel in Augentropfen oder Pflegemitteln macht sich durch Brennen, Jucken, Tränen sowie gerötete Augen und Augenlider bemerkbar. Wer bereits in der Vergangenheit Probleme mit empfindlichen Augen oder einer vorangegangenen Allergie hatte, sollte auf konservierte Augentropfen und Pflegemittel für Kontaktlinsen verzichten.

Worauf sollte man bei der Anwendung von Augentropfen achten?

Besteht eine  Konservierungsmittelallergie, sollte vor der Anwendung von Augentropfen und der Verwendung von Kontaktlinsenpflegemitteln unbedingt ein Blick auf die Inhaltsstoffe des Produktes geworfen werden. Im besten Fall wird der Augenarzt im Vorfeld über die Allergie informiert, so dass dieser ein konservierungsmittelfreies Produkt empfiehlt und verordnet. Beim Kauf von Kontaktlinsenpflegemitteln gilt es ebenfalls, vorher den Augenarzt oder Augenoptiker über die Allergie zu informieren. Wenn bis dahin noch keine Allergie oder empfindliche Augen bekannt waren und es kommt bei der Anwendung eines Produktes zu Reizungen, sollte der Augenarzt oder Optiker informiert werden, damit möglichst schnell auf ein konservierungsmittelfreies Produkt gewechselt werden kann. Bei der Anwendung von Augentropfen ohne Konservierungsmittel in Flaschenform ist darauf zu achten, dass die Substanzen lediglich wenige Tage haltbar sind.

Der auf der Verpackung angegebene Anwendungszeitraum nach Anbruch sollte auf keinen Fall überschritten werden. Gleiches gilt auch für konservierte Augentropfen, wobei das Datum der ersten Anwendung am Besten auf der Verpackung notiert wird. Konservierte Augentropfen können über einen längeren Zeitraum - etwa vier Wochen - verwendet werden, wobei man sich jedoch immer nach der Packungsbeilage richten sollte. Optimalerweise sollte man auf Konservierungsmittel gänzlich verzichten, was meist auch problemlos möglich ist. In der Regel kann auf ein konservierungsmittelfreies Produkt ausgewichen werden, wobei diese Augentropfen als Einmaldosen in kleinen Pipetten angeboten werden. Diese reichen für 1-2 malige Anwendungen, wobei sich in einer Verpackung immer eine größere Anzahl an Pipetten befindet. Ebenso ist es ratsam, bei Kontaktlinsenpflegemitteln auf das Haltbarkeitsdatum zu achten und abgelaufene Produkte umgehend zu entsorgen.


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