Allergiepflanze Ambrosia

15.04.2016 13:15

Die Allergiepflanze Ambrosia stellt mittlerweile auch in Deutschland eine ernstzunehmende Gefahr dar, selbst Nicht-Allergiker sind durch die extrem aggressiven Ambrosia-Pollen gefährdet. Die Ambrosia Pflanze ist ursprünglich in Nordamerika heimisch, aber hat sich innerhalb der letzten Jahren nahezu explosionsartig in Europa verbreitet. Eingeschleppt wurden die Ambrosia Samen über verunreinigtes Vogelfutter, Saatgut verschiedener Pflanzen sowie Getreide. Da die Ambrosia Pflanze unserem heimischen Gemeinen Beifuss ähnelt und deshalb häufig unerkannt bleibt, verschlimmert sich die Lage besonders für Allergiker.

Verbreitung der Ambrosia Pflanze

Eine Ambrosia Pflanze produziert mehr als zehntausend Samenkörner, die über viele Jahrzehnte hinweg keimfähig bleiben. Dies macht die Bekämpfung der aggressiven Pflanze besonders schwierig, da die Ausbreitung kaum mehr gestoppt werden kann. In Italien und Frankreich hat sich Ambrosia bereits sehr stark verbreitet und aufgrund des kurzen Weges nach Deutschland finden sich auch bei uns in den südlichen Regionen viele Bezirke, die zum Teil stark gefährdet sind. An Straßenrändern und brach liegenden Flächen kann sich die Allergiepflanze beinahe unbemerkt ausbreiten und löst bei unzähligen Menschen Allergien aus.

Heftigste allergische Beschwerden durch winzige Pollen

Die Pollen der Ambrosia Pflanze sind winzig, äußerst aggressiv und dringen tief in die Atemwege ein. Problematisch ist, dass nicht nur die Pollen der Pflanze für Allergien sorgen, sondern auch die Pflanze selbst. Kommt die Haut mit der Pflanze in Berührung, sind heftigste allergische Reaktionen die Folge. Das Auftreten allergischer Kontaktekzeme zwingt beinahe jeden, der Kontakt mit der Pflanze hatte, einen Arzt aufzusuchen.

Pollenallergiker besonders stark gefährdet

Pollenallergiker sind durch die Ambrosiapollen besonders stark gefährdet, denn rund 80% der Menschen, die allergisch auf Pollen reagieren, reagieren auch auf Ambrosiapollen. Bei einer Ambrosia Allergie kommt es zu den typischen allergischen Beschwerden wie tränende Augen, Schnupfen, Atemnot und Asthmaanfälle. Selbst gesunde Nicht-Allergiker reagieren verstärkt auf die Pollen der Ambrosia Pflanze, wodurch mit einer Zunahme der allergischen Erkrankungen gerechnet werden muss. Besonders problematisch ist zudem, dass es bei einer Ambrosia Allergie häufig zu Kreuzreaktionen mit anderen Lebensmitteln kommen kann. Betroffene Ambrosia Allergiker reagieren häufig auch allergisch auf Bananen, Zuchini, Kürbisse und Melonen.

Schutz vor Ambrosiapollen

Im Prinzip ist es nicht möglich, sich vor den Ambrosiapollen zu schützen. Es wird jedoch dazu geraten, die Pflanze zu vernichten oder der zuständigen Behörde zu melden. Die Ambrosia muss samt Wurzel entfernt werden, darf keinesfalls auf einem Komposthaufen oder im Biomüll landen, sondern in einer verschlossenen Tüte in den Hausmüll geworfen werden. Bei der Vernichtung der Pflanzen sollten immer Handschuhe und Atemschutz getragen werden. Und auch der Zeitpunkt der Vernichtung ist wichtig. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht während der Blütezeit entfernt wird.

Folgen der Ambrosia Allergie für Träger von Kontaktlinsen

Allergien stellen für Kontaktlinsenträger grundsätzlich ein Problem dar. Juckende, tränende und brennende Augen sowie geschwollene Schleimhäute, beeinträchtigen das Tragegefühl der Kontaktlinsen immens. Da immer mehr Menschen allergisch auf die aggressive Pflanze reagieren, könnte sich dies zukünftig auch negativ auf Träger von Kontaktlinsen auswirken. Zum einen verlängert sich der Pollenflug aufgrund der Ambrosiapollen um bis zu zwei Monate, da die Pflanze bis in den Oktober hinein blühen kann. Hinzu kommt die enorme Aggressivität der Ambrosiapollen, wodurch das Tragen der Linsen problematisch sein kann.


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